Armee plant Ausschreibung für neue Feldverpflegung

Dem «Chili Johnny» droht wohl ein baldiges Ende. | Facebook
Dem «Chili Johnny» droht wohl ein baldiges Ende. | Facebook

Die Armee will das Dosenmenü «Chili Johnny» durch eine neue Spezialmahlzeit ablösen. Den Grenadieren und Fallschirmaufklärern jedenfalls schmeckt das neue «Field Meal».

Hähnchen in Kräutersauce, Pasta Bolognese oder Pfannengericht mit Lammfleisch. Derzeit testet die Schweizer Armee ein neues Verpflegungskonzept. In einer ersten Phase erhielten in einem Truppenversuch Grenadiere und Fallschirmaufklärer die neue Spezialmahlzeit, wie das Departement Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport in diesem Beitrag schreibt.

Die Versuchstruppe schätzte die Menüs vom Hersteller «Field Meal» nicht nur wegen des Geschmacks, sondern auch aufgrund des leichten Gewichts, geringen Volumens und der langen Haltbarkeit von fünf Jahren. Auch im Kompetenzzentrum Gebirgsdienst in Andermatt waren die Rückmeldungen laut der Armee durchwegs positiv.

Nimmt auch auf Allergien Rücksicht

Diese Feldverpflegung testet die Armee | Bild: VBS

Die neue Mahlzeit gibt es als «Spezialration Frühstück» und «Spezialration Hauptmahlzeit». Letztere in 15 verschiedenen Variationen. Und es werde auch auf Allergien Rücksicht genommen. Die vakuumierten Rationen müssen mit heissem Wasser übergossen und umgerührt werden. Derzeit liefert ein norwegischer Hersteller die Gerichte. Für das Jahr 2020 sei dann eine WTO-Ausschreibung geplant, heisst es.

Das als «Chili Johnny» bekannte Dosenmenü Chili con carne stellt aktuell die einzige Variante für eine warme Feldverpflegung dar. Ihm dürfte bei einem positiven Beschaffungsentscheid für die neue Feldverpflegung ein baldiges Ende drohen, wie das VBS weiter schreibt. Im Ernstfall müssten sich bis zu 100’000 Angehörige der Armee während mindestens 14 Tagen autonom verpflegen können.

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