Baselland: Polizistin entwendete Geld – keine Anzeige

Keine strafrechtliche Aufarbeitung für eine Polizistin in Liestal. | Baselland
Keine strafrechtliche Aufarbeitung für eine Polizistin in Liestal. | Baselland

Eine Polizistin aus dem Baselbiet wurde erwischt, als sie in die Kaffeekasse griff. Ausser einer Kündigung hatte die Aktion aber keine Konsequenzen.

Weder der damalige Kommandant Daniel Blumer noch der Postenchef sahen sich veranlasst, die Staatsanwaltschaft einzuschalten. Die Baselbieter Polizeileitung hielt den Vorfall in der «Polizeikaserne» Gutsmatte unter Verschluss, wie am Dienstag die «Basler Zeitung»berichtete.

Der Vorfall hatte sich im Jahr 2011 ereignet. Der Polizistin wurde im «gegenseitigen Einvernehmen» gekündigt. Sie erhielt einen neuen Job bei der Kantonspolizei Aargau.

Verjährung bereits eingetreten

Erst durch ein anonymes Schreiben bekam die Staatsanwaltschaft Ende März 2018 Wind von der Sache – sieben Jahre später. Im Schreiben ist von mehreren Tausend Franken die Rede. Doch die Staatsanwaltschaft musste die Verfahren unter anderem wegen «mehrfachen Diebstahls» gegen unbekannt einstellen. Der Grund ist die «amateurhaften Kassenführung», die keine Schlüsse über den Deliktsbetrag erlaubt. Ebenso ist bereits die absolute Verjährung eingetreten.

Die Fehlbeträge in der Kasse in Liestal führte auch zur heimlichen Überwachung mit Videokameras – ohne Absprache mit der Staatsanwaltschaft. Auch hier führte das Verfahren wegen «verbotener Aufnahmen» zu keinem Erfolg. Und auch hier ist der Grund: verjährt.

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