So üben Berner Polizisten Fahrten mit Blaulicht

Für verschiedene Szenarien gewappnet. | Kantonspolizei Bern
Für verschiedene Szenarien gewappnet. | Kantonspolizei Bern

Die Berner Kantonspolizei hat seit kurzem eine eigene Simulator-Anlage für Fahrten mit Blaulicht und Sirene.

Bisher trainierten die Aspirantinnen und Aspiranten der Kantonspolizei Bern auf dem Fahrsimulator für Einsatzfahrten mit Blaulicht (FEB) von Schutz & Rettung Zürich. Im Sommer hat die Polizei nun eine eigene Simulator-Anlage angeschafft. Dies habe sich nach eingehender Prüfung als wirtschaftlichste Variante erwiesen, schreibt die Kantonspolizei in einem Blog-Beitrag. Die ersten Mitarbeitenden wurden bereits ausgebildet. Im nächsten Jahr sollen dann regelmässige rund zweistündige Simulations-Fahrtrainings folgen.

Der Fahrsimulator befindet sich in einem komplett verdunkelbaren Raum mit konstanten klimatischen Bedingungen. Die Anlage besteht aus einem Rechner und einem Führerplatz-Nachbau. Drei Bildschirme bilden die Sichtdarstellung des Fahrers nach. Der Simulator ist zudem auf einem beweglichen System gelagert, welches laut der Kapo Beschleunigungs- und Bremsvorgänge, Lastwechsel sowie Vibrationen durch Einwirkungen des Untergrunds nachbilden kann. Für die weiteren Ausbildungsteilnehmenden gebe es zudem eine Mitschauanlage.

Mit verschiedenen Fahr- und Aufgabenprogrammen können die Instruktoren das Verhalten der Polizisten auf dringlichen Einsatzfahrten schulen und prüfen, wie im Beitrag weiter steht. Und zwar bei unterschiedlichem Verkehrsaufkommen, bei Tag und Nacht und verschiedenen Witterungsverhältnissen. Weitere Szenarien können nach Bedarf programmiert werden: zum Beispiel mit einer fehlenden oder nur zögerlich entstehenden Rettungsgasse bei einem Stau auf der Autobahn.

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