Anzeige gegen Esther Omlin soll von ihrem Stellvertreter kommen

Ein Obwaldner Staatsanwalt zeigt seine Chefin an. | Kanton Obwalden
Ein Obwaldner Staatsanwalt zeigt seine Chefin an. | Kanton Obwalden

Jetzt ist offenbar klar, wer die Strafanzeige gegen die Obwaldner Oberstaatsanwältin Esther Omlin eingereicht hat.

Vor zwei Wochen ist bekannt geworden, dass seit Sommer gegen Esther Omlin eine Strafanzeige wegen Amtsmissbrauchs hängig ist. Eingereicht haben soll die Anzeige Staatsanwalt Bernhard Schöni, wie die «Luzerner Zeitung» meldete. Schöni konnte dies der Zeitung weder dementieren noch bestätigen. Aufgrund der mir obliegenden Geheimhaltungspflicht dürfe er dazu keinen weiteren Kommentar abgeben.

Das Blatt stützt sich auf eine «zuverlässige Quelle» sowie auf ein Schreiben, das der Redaktion vorliegt. Dort steht: «Das Team der Staatsanwaltschaft Obwalden hat nur ein Problem und das ist Oberstaatsanwältin Esther Omlin». Laut dem Schreiben wird ihr nicht nur Amtsmissbrauch vorgeworfen, sondern auch Begünstigung und mehrfache Urkundenfälschung im Amt.

Strafanzeige und Aufsichtsbeschwerde

Schöni, der stellvertretende Oberstaatsanwalt, habe zudem auch beim Obergericht eine Aufsichtsbeschwerde gegen Omlin eingereicht, steht dort weiter. Dies bestätigt Obergerichtspräsident Stefan Keller der Zeitung. Nähere Angaben zum Inhalt machte Keller unter Hinweis auf das Amtsgeheimnis keine. Esther Omlin kann gegenüber der «Luzerner Zeitung» zum Ganzen im Moment nichts sagen: «Ich hatte noch keine Akteneinsicht», wird die Oberstaatsanwältin zitiert.

Christoph Amstad sagt zudem auf Anfrage der Zeitung, er kenne weder den Inhalt der Anzeige noch den ihr zugrunde liegenden Sachverhalt. Der Justizdirektor bestätigte aber, dass es seit längerem Unstimmigkeiten im Team gibt: einerseits zwischenmenschlich und auch in Bezug zu Arbeitsprozessen. Um das Problem anzugehen, habe man einen externen Organisationsberater beigezogen.

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