Viele Grenzwächter zügeln ins Ausland

Exodus von Zöllnern und Grenzwächtern befürchtet. | EZV
Exodus von Zöllnern und Grenzwächtern befürchtet. | EZV

Fast 100 Mitarbeitende der Zollverwaltung aus der Romandie wohnen bereits in Frankreich. Sie finden in der Schweiz keine bezahlbaren Wohnungen.

In Zöllnerkreisen schätzt man, dass bald schon ­mehrere Hundert der insgesamt 2’100 Angestellten der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) ins Ausland ziehen müssen. Dies meldet die «Sonntags-Zeitung». Der Grund: Ende Mai hatte die EZV mitgeteilt, die bisherigen Vergünstigungen für Dienstwohnungen abzuschaffen.

Mieten zu Marktpreisen können sich viele Grenzwächter und Zollbeamte nicht leisten – vor allem in der teuren Region rund um den Grossraum Genf. Schon heute wohnen nach Auskunft des Bundes 92 Schweizer Mitarbeitende in Frankreich. In Deutschland oder Italien wohnen bis anhin nur einzelne Zöllner oder Grenzwächter.

250 Millionen Franken Erlös

Heidi Rebsamen, die Zentralsekretärin von Garanto, der Gewerkschaft des Zoll- und Grenzwachtpersonals, sagt, dass in Zukunft noch mehr Grenzwächter und Zollbeamte ihren Wohnsitz nach Frankreich verlegen würden, weil die Wohnungen in der Schweiz zu teuer seien. Die Rede ist von mehreren hundert Betroffenen.

Der Bund beabsichtigt, einen Grossteil der 840 Dienstwohnungen zu verkaufen, wie die Zeitung schreibt. Damit soll ein Erlös von rund 250 Millionen Franken erzielt werden.

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