Bundesamt für Polizei: Fedpol muss Schlüsselstelle neu besetzen

Stiliano Ordollis teilweise Unbeliebtheit ist ihm zum Verhängnis geworden. | Egmont Group
Stiliano Ordollis teilweise Unbeliebtheit ist ihm zum Verhängnis geworden. | Egmont Group

Der Leiter der Meldestelle für Geldwäscherei (MROS) hat seine Stelle gekündigt. Stiliano Ordolli ging offenbar nicht ganz freiwillig.

Stiliano Ordolli, der Chef der Meldestelle für Geldwäscherei (MROS), hat das Bundesamt für Polizei (Fedpol) verlassen. Ordolli ist offenbar vor dem Hintergrund einer noch laufenden internen Untersuchung zurückgetreten. Dies meldete der «Tages-Anzeiger» am Freitag.

Wie die Zeitung schreibt, hatten sich Mitarbeitende über ein schlechtes Arbeitsklima, Führungsmängeln und über ungerechtes Verhalten ihres Chefs beklagt. Nach einer ersten Prüfung der Anschuldigungen entband Fedpol-Chefin Nicoletta della Valle den Genfer bis auf weiteres von seinen Dienstpflichten.

Stelle wird ausgeschrieben

Der 45-Jährige arbeitete seit 2011 bei der Meldestelle, im September 2013 übernahm er deren Leitung von Judith Voney. Der frühere Diplomat und Jurist promovierte an der Universität Genf. Die Stelle als Leiter MROS wird nun ausgeschrieben.

Die Meldestelle und Fachbehörde mit rund 30 Mitarbeitenden ist das Bindeglied zwischen Finanzintermediären und den Strafverfolgungsbehörden. Organisatorisch ist die MROS als Sektion innerhalb des Bundesamtes für Polizei (Fedpol) eingereiht, ist aber eine administrative Verwaltungsbehörde und keine Polizeibehörde.

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