Nidwalden will Vollzugsüberprüfung mittels Videokonferenz

Der Kanton Nidwalden will für die Vollzugsüberprüfung auf neue Mittel setzen. | Pixabay
Der Kanton Nidwalden will für die Vollzugsüberprüfung auf neue Mittel setzen. | Pixabay

Der Kanton Nidwalden will Gespräche – wie etwa um die Weiterführung von Massnahmen oder Standortgespräche – per Videokonferenz führen. Damit sollen grosse Zeitverluste vermieden werden.

Im Rahmen der Teilrevision des Nidwaldner Strafvollzugsgesetzes soll die Möglichkeit von Videokonferenzen aufgenommen werden. Dies geht aus einem Entwurf der Regierung hervor, der am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Damit will die Strafvollzugsbehörde vor allem lange Anfahrtswege vermeiden, weil sich die Betroffenen teilweise in Einrichtungen befinden, die weit entfernt sind. Die Nidwaldner Behörde betreut Strafgefangene und strafrechtliche Massnahmenbedürftige, die in Institutionen in der ganzen Schweiz untergebracht sind.

Telefonkonferenzen sind nicht möglich

Eine Videokonferenz soll insbesondere möglich sein in Fällen, deren Vollzugsverlauf unproblematisch sei und keine oder nicht einschneidende Änderungen anstünden. Zudem sollten keine schwerwiegenden Vorkommnisse zu besprechen sein, steht im Bericht.

Ferner müsse die nötige Infrastruktur an beiden Orten vorhanden sein. Es sei zudem sicherzustellen, dass die Aufzeichnung auf einem Datenträger im Dossier abgelegt werde, heisst es weiter. Nicht möglich seien Telefonkonferenzen.

Gespräche um allfällige Volzugslockerungen

Die Strafvollzugsbehörde führt mit Betroffenen regelmässig Gespräche über den Vollzugsverlauf und macht Standortgespräche oder Vollzugsüberprüfungen. In den Gesprächen werden unter anderem das weitere Vorgehen und allfällige Vollzugslockerungen oder die nächsten Vollzugsschritte thematisiert.

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