St. Galler Polizist findet Blitzer reine Geldmacherei

Radar als Geldquelle oder für die Sicherheit? | Linth24
Radar als Geldquelle oder für die Sicherheit? | Linth24

Ein Kantonspolizist hat sich beim Nachrichtenportal «Linth24» über eine Radaranlage im St. Galler Linthgebiet beschwert.

Eine semistationäre Geschwindigkeitsmessanlage im St. Gallischen Schmerikon spielte in 48 Tagen rund 785’700 Franken ein. Sehr zum Ärgernis der rund 8’900 geblitzten Autofahrer – darunter offenbar auch ein Kantonspolizist aus der Umgebung von Schmerikon.

Auch ihn habe es erwischt, schreibt er in einer Mail an das Online-Portal «Linth24». Ausgangs Schmerikon hat er in der Tempo 50-Zone einen Tick zu früh auf 80 Stundenkilometer beschleunigt. Der Abstand von der Anlage zur Ausserortszone betrug 150 Meter.

Beinahe Brief an den Kanton

«Ich habe mich derart geärgert, dass ich beinahe einen Brief an den Kanton geschickt hätte», zitiert ihn das Portal. Er möchte als Polizist aber keinen Nachteil erfahren.

Er finde es aber gut, dass das Portal solche Missstände zur Sprache bringe. «Es gibt zweifelsohne gerechtfertigte Geschwindigkeitskontrollen». Häufig seien es aber heutzutage reine Geldeinnahmequellen.

Kantonspolizei findet es schade

Es habe ihn schon lange verwundert, dass das von der Bevölkerung einfach so hingenommen werde. Offensichtlich ist laut dem Polizisten das Zudrehen von Geldquellen via Geschwindigkeitskontrollen, welche dann immer noch mit dem «Sicherheitsaspekt» begründet werden, ein schwieriges Unterfangen.

Ob es sich dabei wirklich um einen Polizisten handelt, ist nicht zu belegen. Florian Schneider wundert sich über diese Aussagen: Es sei schade, dass jemand aus den eigenen Reihen sich so äussere, sagt der Kapo-Sprecher gegenüber der Zeitung «20 Minuten». «Offenbar hat er einfach nicht begriffen, worum es uns geht». Oberstes Ziel sei immer die Verkehrssicherheit.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*