Zollfahndung: Neue Schlagkraft im Kampf gegen Schmuggel und Finanzbetrug

Neue Organisationseinheit soll den Kampf gegen Schmuggel stärken. | EZV
Neue Organisationseinheit soll den Kampf gegen Schmuggel stärken. | EZV

Die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) bündelt mehrere Bereiche aus der Zollfahndung in einer neuen Hauptabteilung.

Die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) organisiert die Zollfahndung per Anfang Jahr neu: Es entsteht eine neue Hauptabteilung Zollfahndung, welche die Sektionen Zollfahndung der einzelnen Zollkreise sowie die Zentralstelle Zollfahndung und die Abteilung Strafsachen und Beschwerden vereint.

Nach wie vor bestehen Standorte der Zollfahndung in Basel, Zürich, Lausanne und Lugano, wie aus der Mitteilung der EZV hervorgeht. Die neue dezentrale Organisationsstruktur soll die Schlagkraft im Kampf gegen Schmuggel und Finanzbetrug steigern.

Neue Zuständigkeiten bei der Strafverfolgung

Die neue Hauptabteilung Zollfahndung steht unter der Leitung eines Vizedirektors, Urs Bartenschlager, vormals Chef der Kriminalabteilung der Kantonspolizei Solothurn. Er leitet das Reorganisationsprojekt seit dem 1. Juli 2018.

Neu können neben der Zollfahndung auch die übrigen Dienststellen der EZV abgekürzte Strafverfahren bis 2’000 Franken Busse durchführen, sofern die betroffene Person dem zustimmt. Die neue Organisation bringe zudem formelle Anpassungen bei den Zugriffen auf Informationssysteme im Migrations- und Polizeibereich mit sich.

Bundesrat will Zollfahndung stärken

Die EZV ist die verfolgende und urteilende Behörde im Bereich von Widerhandlungen gegen das Zollgesetz sowie von Widerhandlungen gegen 16 weitere Bundesgesetze. Heute werden die Strafkompetenzen innerhalb der EZV von den vier Zollkreisen sowie von der Oberzolldirektion wahrgenommen. Der Bundesrat hat am Mittwoch den Änderungen zugestimmt.

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