April 13, 2024

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Deutschland erlebt den zweiten Tag großer Proteste gegen die extreme Rechte – DW – 21.01.2024

Deutschland erlebt den zweiten Tag großer Proteste gegen die extreme Rechte – DW – 21.01.2024

Schätzungsweise 1,4 Millionen Menschen demonstrierten in Deutschland gegen die extreme Rechte Partei Alternative für Deutschland (AFD). Laut Veranstalter von Freitag bis Sonntag.

Von Freitag bis zum Wochenende kam es an rund 100 Orten in ganz Deutschland zu Demonstrationen. Am Sonntag fanden in Großstädten wie Köln, München und Berlin Märsche statt. Auch mehrere andere deutsche Städte, darunter Cottbus, Dresden und Chemnitz im Osten, planten Demonstrationen.

In Berlin versammelten sich nach Polizeiangaben rund 100.000 Menschen vor dem Bundestag.

Die Proteste in Berlin konzentrierten sich am Sonntag auf das Reichstagsgebäude Foto: Thomas Imo/Photothek/Image Alliance

Nach Angaben der Münchner Polizei nahmen etwa 80.000 Menschen an dem Marsch teil, die Organisatoren schätzten die Zahl auf 200.000. Der Marsch wurde wegen Überfüllung abgesagt und die Teilnehmer wurden aufgefordert, sich aufzulösen.

In Köln schätzten Polizeiangaben die Zahl der Demonstranten unterdessen auf etwa 10.000.

In Deutschland gibt es weiterhin massive Proteste gegen die extreme Rechte

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Riesige Demonstrationen in ganz Deutschland

Nach Schätzungen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ARD belief sich die Zahl der Demonstranten auf rund 250.000 Sie versammelten sich am Samstag in Städten im ganzen LandSie tragen Schilder wie „Nazis raus“.

Etwa 35.000 Menschen versammelten sich am Samstag in Frankfurt, um an einem Marsch zur „Verteidigung der Demokratie“ teilzunehmen. Die Demonstranten füllten den zentralen Platz, auf dem die Organisatoren den Marsch abhalten wollten, sowie einen zweiten angrenzenden Platz und die dazwischen liegenden Straßen. Die Polizei sagte, die Demonstration sei friedlich verlaufen.

Zehntausende demonstrieren gegen die extreme Rechte in Deutschland

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Am Freitag musste ein Massenaufmarsch in Hamburg vorzeitig abgebrochen werden, da sich deutlich mehr Menschen als erwartet beteiligten. Nach Angaben der Polizei handelte es sich um den bisher größten Protest dieser Art mit einer Teilnehmerzahl von 50.000 Menschen. Die Organisatoren schätzten die Zahl auf 80.000 und stellten fest, dass die Demonstration beendet wurde, bevor viele sie erreichen konnten.

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Die Polizei schätzte die Menschenmenge bei anderen Protesten auf 12.000 in Kassel, jeweils 7.000 in Dortmund und Wuppertal, 20.000 in Karlsruhe, mindestens 10.000 in Nürnberg, etwa 16.000 in Halle/Saale, 5.000 in Koblenz und mehrere Tausend in Erfurt.

Warum protestieren jetzt so viele Menschen?

Gegen die rechtsextreme Partei brach eine Welle der Mobilisierung aus Ein Bericht der investigativen Nachrichtenagentur Correctiv vom 10. JanuarDaraus ging hervor, dass sich AfD-Mitglieder im November in Potsdam mit Extremisten getroffen hatten, um über die Ausweisung von Einwanderern und „unintegrierten Bürgern“ zu diskutieren. Berichten zufolge waren auch Mitglieder der konservativen Christlich-Demokratischen Union, der größten Oppositionspartei, anwesend.

Die Sitzungsteilnehmer diskutierten „Wiedereinwanderung“ Ein Begriff, der in rechtsextremen Kreisen häufig als Euphemismus für die Vertreibung von Einwanderern und Minderheiten verwendet wird.

Die Beteiligung in München war so groß, dass die Organisatoren den Protest aus Sicherheitsgründen auflösen musstenFoto: Sven Hoppe/DPA/Alliance Image

Die Nachricht von dem Treffen schockierte viele in Deutschland zu einer Zeit, in der die Partei Alternative für Deutschland in Meinungsumfragen vor drei großen Regionalwahlen in Ostdeutschland, wo die Partei die höchste Unterstützung hat, in Meinungsumfragen weit oben liegt. Bundeskanzler Olaf SchulzEr, der am vergangenen Wochenende an einer Demonstration teilnahm, sagte, jeder Plan zur Ausweisung von Einwanderern oder Bürgern gleichermaßen sei „ein Angriff auf unsere Demokratie und damit auf uns alle“.

Die AfD bestätigte die Teilnahme ihrer Mitglieder an der Versammlung, betonte jedoch, dass ihre Vorschläge zur Wiedereinführung der Zuwanderung, die Teil ihres jüngsten Wahlprogramms waren, keine eingebürgerten deutschen Staatsbürger einbeziehen. Diese Kommentare wurden bei dem Treffen von Martin Sellner, einem rechtsextremen österreichischen Politiker, abgegeben, der kein Mitglied der Alternative für Deutschland ist.

AED/RC (AFP, dpa)

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