So will die Schweiz gegen Umweltdelikte vorgehen

Die bestehende Gruppe EnviCrimeCH wird zur «Gruppe Umweltkriminalität» ausgebaut.

Illegale Abfälle, Export von geschützten Tier- und Pflanzenarten: Der Bund schafft neu eine Koordinationsgruppe gegen Umweltkriminalität: Vertreten sind Stellen des Bundes, unter der Federführung des Bundesamt für Umwelt (BAFU) und das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV). Zudem werden Vertreter der kantonalen Polizeikorps, Staatsanwaltschaften und Umweltämter zur Teilnahme eingeladen, wie aus einer Mitteilung am Mittwoch hervorgeht.

Basis der Korodinationsgruppe bildet die 2014 geschaffene Gruppe EnviCrimeCH. Diese Gruppe diente vorab dem Erfahrungs- und Wissensaustausch und setzte sich aus den betroffenen Behörden sowie Vertretern der kantonalen Polizeikorps, Staatsanwaltschaften und Umweltämter zusammen.

Umweltkriminalität ist ein Milliardengeschäft

Die neue geschaffene Gruppe befasst sich unter anderem mit der Weiterentwicklung des Umweltstrafrechts und der Verbesserung der Strafverfolgung im Umweltbereich. Weiter soll sie im Rahmen der Vorgaben des Strafprozess- und Datenschutzrechts eine Plattform zur Koordination der Zusammenarbeit bei konkreten Fällen bieten.

Umweltkriminalität ist ein Milliardengeschäft: Nach Schätzungen von Interpol und dem UNO-Umweltprogramm (UNEP) ist dieser Bereich weltweit mit jährlich 91 bis 258 Milliarden Dollar zu bewerten. Oft werden internationale umweltkriminelle Tätigkeiten in Europa organisiert oder finanziert.

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