Polizei und Armee auf Social Media: Wer kommuniziert glaubwürdiger?

Social Media Armee Polizei
Wie beurteilt die Schweizer Bevölkerung die Social-Media-Glaubwürdigkeit von Polizei, Militär, Promis, Wirtschaft und Politik? | Pixabay

Eine Umfrage der ETH zeigt: Am glaubwürdigsten nimmt die Stimmbevölkerung die Social-Media-Beiträge der Polizei wahr, dicht gefolgt von den Posts der Schweizer Armee.

Herr und Frau Schweizer bewerten die Glaubwürdigkeit einzelner Personen und Organisationen auf Social Media-Plattformen wie Facebook oder Twitter höchst unterschiedlich. Dies zeigt die aktuelle Umfrage «Sicherheit 2018» der ETH Zürich.

Demnach werden Beiträge der Polizei von über 80 Prozent der Befragten als am glaubwürdigsten eingestuft. Einen hohen Wert erzielt auch die Schweizer Armee. Social-Media-Posts von Politikerinnen und Politikern hingegen geniessen mit einem Wert von 50 Prozent eher weniger Glaubwürdigkeit.

Quelle: ETH-Studie «Sicherheit 2018»

Überraschend: Bildung beeinflusst Wahrnehmung nicht

Das Vertrauen in Social Media liegt laut der Studie jedoch generell deutlich unter dem allgemeinen Medienvertrauen oder dem Vertrauen in das Internet als Informationswerkzeug. Der erzielte Wert beträgt 3.6 – auf einer Skala von 1 bis 10, wie aus der Umfrage weiter hervorgeht.

Anders als angenommen zeigen Faktoren wie etwa Bildung und politische Einstellung keinen eindeutigen Einfluss auf die Bewertung der Social-Media-Glaubwürdigkeit. Einzig die Bewertung von Beiträgen der Schweizer Armee stehe in Zusammenhang mit dem Interesse an Sicherheitspolitik, schreiben die Studienautoren.

Röstigraben: Westschweizer schenken weniger Vertrauen

Die stärksten Unterschiede in der wahrgenommenen Glaubwürdigkeit bei Beiträgen auf Social Media bestehen zwischen der Romandie und der übrigen Schweiz. In der Westschweiz werden Beiträge bekannter Persönlichkeiten auf Social Media als glaubwürdiger erachtet als es die Bevölkerung der beiden anderen Regionen wahrnimmt. Anderseits schenken die Romands den Beiträgen der Polizei und der Schweizer Armee signifikant weniger Vertrauen.

Die Resultate sind Teil der vor kurzem publizierten Studie «Sicherheit 2018» der Militärakademie (Milak) an der ETH Zürich und des Center for Security Studies (CSS). Für den Social-Media-Teil der diesjährigen repräsentativen Umfrage wurden im Januar 2018 über 750 stimm- und wahlberechtigte Männer und Frauen telefonisch befragt.

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